
Hallo Gilde-Fans & Freakz,
ich möchte diesen Thread nutzen, um einmal bewusst nicht über konkrete Patchnotes oder einzelne Features zu sprechen,
sondern über etwas, das mir persönlich sehr am Herzen liegt:
Wohin sich AnnoDomini1401 langfristig (2026) entwickeln soll – und warum.
Ein notwendiger Schritt nach vorn
Es gibt Momente, in denen man merkt, dass etwas Gewachsenes an einen Punkt kommt,
an dem man liebgewonnene Dinge hinterfragen – und manchmal auch loslassen – muss,
um Raum für Neues zu schaffen.
Update 1.5.2 wird genau einen solchen Moment für AnnoDomini1401 markieren.
Es ist kein radikaler Bruch, aber es ist ein Schritt, der ein Umdenken erfordert –
in einem Ausmaß, das man von einem so kleinen Versionssprung vielleicht nicht erwarten würde.
Dazu gehört auch, dass sich die zeitlich fest definierten Seasons, so wie Ihr sie bisher kanntet, ihrem Ende näheren.
Nicht abrupt, nicht kommentarlos – sondern als bewusster Schritt hin zu einer langfristigeren,
individuelleren und dynastischeren Spielweise.
Nicht, weil das Bisherige falsch war,
sondern weil es notwendig ist, den Blick zu weiten und das Spiel auf das vorzubereiten,
was es langfristig sein kann und sein soll.
Ein Wort zu Erwartungen, Balancing und Feedback
Bei all dem möchte ich eines ganz offen sagen:
Update 1.5.2 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit an der ein oder anderen stelle nicht perfekt sein.
Balancing ist ein heikles Spiel mit dem Feuer –
und gerade bei tiefgreifenden Systemen verbrennt man sich schneller, als einem lieb ist.
Deshalb meine Bitte:
Ruft nicht gleich Zeter und Mordio, wenn sich etwas noch nicht ganz rund anfühlt.
Sprecht es an. Gebt Feedback. Sagt, wo es hakt.
AD1401 lebt nicht aus sich selbst heraus.
Es lebt durch Euch – und durch Euer Feedback.
Mein Ziel ist es nicht, Euch mit Features zu bestrafen oder zu überfordern,
sondern Euch die Möglichkeit zu geben, für einen Moment einzutauchen
in eine Welt voller Handel, Habsucht und Intrigen.
AD1401 und Die Gilde – Bewahren und Emanzipieren
AD1401 war von Anfang an stark von Die Gilde inspiriert – insbesondere von Die Gilde 2.
Das ist kein Geheimnis. Im Gegenteil: Ich liebe diese Spielereihe. Ich kenne ihre Stärken. Und ich kenne ihre Schwächen wahrscheinlich wie kein zweiter.
Aber über die Jahre ist mir immer klarer geworden:
Quote
Ein Spiel, das für einen begrenzten Durchlauf gedacht ist,
lässt sich nicht 1:1 auf ein dauerhaftes Browsergame übertragen.
Viele Probleme, die Spieler aus Die Gilde kennen, entstehen genau an dieser Stelle:
Systeme funktionieren kurzfristig hervorragend, geraten aber langfristig an ihre Grenzen.
Mein Ziel war deshalb nie, Die Gilde zu kopieren.
Mein Ziel war immer:
den Geist zu bewahren – und die Grenzen bewusst zu überwinden.
Ein kurzer Blick zurück (mit einem Augenzwinkern)
Wenn ich ganz ehrlich bin:
Hätte ich damals gewusst, dass aus einer kleinen grafischen Oberfläche für unser Foren-RPG –
in dem fünf Leute gemeinsam geschrieben haben – einmal ein Projekt wird,
das inzwischen mehr Systeme und Mechaniken besitzt als das ursprüngliche Vorbild …
… ich hätte Euch vermutlich einen wirklich guten Arzt rausgesucht. Und mir gleich mit.
Aber genau das ist vielleicht der Kern von AD1401:
Aus einer Idee wurde Leidenschaft.
Aus Leidenschaft wurde Struktur.
Und aus Struktur ein Spiel, das heute weit mehr ist, als ursprünglich geplant – für mich genauso wie für Euch.
Warum sich Dinge ändern – auch nach vielen Jahren
Mir ist bewusst, dass es ungewöhnlich ist, Systeme nach fünf oder sechs Jahren grundlegend zu verändern.
Und ja: Solche Entscheidungen trifft man nicht leichtfertig.
Aber keine dieser Änderungen entstand, weil etwas „neu“ sein sollte.
Sie entstanden, weil sie notwendig waren, um das Spiel langfristig tragfähig zu halten.
Viele Features in AD1401 sind keine Einzelideen.
Sie sind Bausteine.
Manches wirkt zunächst wie ein kleiner Schritt.
In Wirklichkeit gehört es zu einem größeren Bild, das ich seit Jahren im Kopf habe.
Nicht alles entfaltet sofort seine volle Wirkung – aber alles folgt einer klaren Richtung.
Langfristig denken – nicht von Patch zu Patch
AD1401 soll kein Spiel sein, das man „durchspielt“.
Es soll ein Spiel sein, in dem man:
Dafür braucht es Systeme, die:
Nicht jedes Feature muss laut sein.
Manche sind bewusst leise – weil sie die Grundlage für etwas Größeres bilden.
Update 1.5.2 wird jedoch sehr laut werden.
Was mir dabei besonders wichtig ist
Ein paar Dinge werden sich dabei nie ändern:
-
AD1401 wird kein Schnellklick-Spiel
-
Entscheidungen sollen Gewicht haben
-
Systeme sollen sich selbst erklären
-
Immersion ist kein Extra, sondern ein Kernziel
-
AD1401 wird niemals ein Pay-to-Win-Spiel sein, denn Macht lässt sich in AD1401 erspielen – aber niemals erkaufen.
Was sich nicht mit einem Blick, einem Hover oder einem klaren Zusammenhang erklären lässt,
hat im Spiel auf Dauer keinen Platz.
Zum Schluss
Am Ende geht es mir nicht darum, ein Spiel „fertig“ zu machen.
Es geht mir darum, eine Welt zu bauen, die Bestand hat.
Eine Welt, in der Entscheidungen Gewicht haben.
In der Zeit vergeht.
In der Dynastien entstehen, wachsen – und irgendwann Platz für Neues machen.
AD1401 ist kein Projekt, das von Patch zu Patch gedacht wird.
Es ist etwas, das wachsen darf. Manchmal langsam. Manchmal mit Umwegen.
Aber immer mit einem klaren Ziel vor Augen.
Und solange es Menschen gibt, die sich darin verlieren können –
sei es für eine Stunde oder für Jahre – dann ist dieser Weg der richtige.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest mit Euren liebsten.
Euer MoK